Ein Gespenst geht um in Europa: androgentische Alopezie, anlagebedingter Haarausfall. Mit Schrecken sprechen Männer und Frauen davon, denn ihr Haar ist vielen heilig und Haarausfall wünschen sich die wenigsten Menschen herbei. Wir sind angetreten, dem Thema den Schrecken zu nehmen und Licht in das Dunkel der Mythen und Sagen zu bringen.
Was androgentische Alopezie genau ist, auf welche Ursachen sie zurückzuführen ist, wie sie diagnostiziert wird und welchen typischen Mustern der Haarausfall folgt, erfahren Sie hier. Außerdem gehen wir natürlich darauf ein, welche Möglichkeiten Sie haben, um dem Haarausfall entgegenzuwirken und werfen dabei auch einen Blick auf unsere geliebten Ernährungssünden.
Was ist androgenetische Alopezie?
Androgenetische Alopezie ist vereinfacht ausgedrückt erblich bedingter Haarausfall und wird auch als „androgenetischer Haarausfall“ bezeichnet. Androgentische Alopezie ist die häufigste Form für Haarausfall im Allgemeinen. Der Haarausfall geht darauf zurück, dass die Haarwurzeln (oder Haarfollikel) übersensibel auf das Hormon DHT (Dihydrotesteron) reagieren. Das führt dazu, dass sich die Wachstumsphasen verlangsamen und verschieben und das Haar zunehmend dünner wird. Schließlich fallen die Haare ohne Behandlung oft gänzlich aus und es entstehen kahle Stellen, die geschlechtsspezifisch an unterschiedlichen Stellen typischerweise auftreten.
Wie häufig ist anlagebedingter Haarausfall?
Laut dem Ärzteblatt leiden circa 90 Prozent der Männer im Laufe ihres Lebens an androgentischer Alopezie, dem erblich bedingten Haarausfall. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hingegen geht davon aus, dass 80 Prozent der Männer, aber auch immerhin 40 Prozent der Frauen im Laufe ihres Lebens vom Haarverlust betroffen sind. Ob es nun 80 oder 90 Prozent der Männer sind, klar ist jedenfalls, dass Haarausfall kein Einzelschicksal ist, sondern in einer älter werdenden Gesellschaft ein Thema, das fast alle betrifft.
Welche Ursachen hat androgenetischer Haarausfall?
Androgenetische Alopezie ist erblich bedingt. Das Gengut wird von Generation zu Generation weitergegeben. Sie können also im Falle einer androgenetischen Alopezie häufig nicht viel tun, um den Haarausfall selbstständig zu verhindern. Es gibt aber natürlich trotzdem viele effiziente Behandlungsmethoden, die Ihnen helfen können, sich wohler in Ihrem Körper zu fühlen. Wir beraten Sie auf Wunsch gerne unverbindlich und finden mit Ihnen gemeinsam heraus, ob tatsächlich eine androgentische Alopezie vorliegt und wenn ja, wie sie optimal zu behandeln ist.
Wie erkennt man androgenetische Alopezie?
Wenn Sie Haare verlieren, fragen Sie sich möglicherweise nach der Ursache. Typischerweise beginnt der Verlauf langsam. Über Jahre hinweg werden geschlechterabhängig bestimmte Bereiche ausgedünnt oder die Haarlinie verschiebt sich. Die Kopfhaut wird im Laufe dieses Prozesses stellenweise sichtbar. Es gibt aber auch Muster, die jeweils nur für Frauen oder Männer gelten, die sich mit den typischen Verläufen des Haarausfalls beschäftigen:
Typische Form des Haarausfalls bei Männern | Typische Muster des Haarausfalls bei Frauen |
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Wenn Sie hingegen etwa kreisrunden Haarausfall aufweisen, haufenweise Haare verlieren oder Ähnliches, deutet das auf eine andere Ursache für den Haarausfall hin. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen und ggf. die Umstände ändern, nicht die Symptome bekämpfen.
Wie wird androgenetische Alopezie diagnostiziert?
Die Modelle und Informationen können als Wegweiser dienen, ersetzen aber niemals einen echten medizinischen Befund. Dieser wird von einem seriösen Mediziner wie folgt erstellt:
- Der behandelnde Arzt führt eine Anamnese durch. Das bedeutet, dass er in Erfahrung bringt, wie der bisherige Verlauf des Haarausfalls ist, wie Ihre Familienhistorie diesbezüglich aussieht und ähnliches.
- Außerdem untersucht er Ihre Kopfhaut medizinisch und analysiert unter Umständen auch Ihr Blut, wenn die Ursache für den Haarausfall unklar ist.
- Bei einer Trichoskopie können überdies die Haarfollikel untersucht werden. So wird festgestellt, welcher Anteil der Haare sich in welcher Wachstumsphase befindet.
Kann anlagebedingter Haarausfall gestoppt werden und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Es ist häufig möglich, den Haarausfall vollständig zu stoppen. Das ist immer dann der Fall, wenn die Ursachen beispielsweise mit der Ernährung oder dem Lebensstil in Verbindung stehen. Mangelernährung kann etwa Haarverlust auslösen. Achten Sie daher darauf, ausreichend Nährstoffe, vorwiegend auch Eisen, Zink und Biotin, sowie Eiweiß, zu sich zu nehmen.
Wenn es sich hingegen um androgenetische Alopezie handelt, ist es oft schwieriger, den Haarausfall komplett aufzuhalten. Es gibt aber natürlich zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten:
- Medikamentöse Behandlung (zum Beispiel mit dem Wirkstoff „Finasterid“).
- Haartransplantation – eignet sich besonders bei fortgeschrittenem Haarausfall.
- Eigenbluttherapie (PRP).
Besprechen Sie gerne mit uns oder einem anderen behandelnden Arzt Ihre Haartransplantation in der Türkei und lassen Sie sich über die beste Behandlungsmethode beraten, wenn Sie Interesse an kräftigem und vitalem Haar haben, sich aber nicht sicher sind, welche Behandlungsmethode zu Ihnen passt.
Fazit und wann sollte man ärztlichen Rat einholen?

Ziehen Sie bitte ärztlichen Rat zur Hilfe, wenn folgende Szenarien auftreten:
- Sie fühlen sich mit Ihrem Äußeren unwohl und erleiden vielleicht sogar ernsthafte Schamgefühle wegen Ihres Haares.
- Sie denken konkret über eine medizinische Intervention nach.
- Sie verlieren plötzlich viele Haare oder der Haarausfall tritt z. B. kreisrund auf.
Wie bei allen medizinischen Fragen gilt auch hier: Lieber einmal öfter nachfragen, als einmal zu wenig.
FAQs
Was ist der Unterschied zwischen Haarausfall und androgenetischer Alopezie?
Androgentische Alopezie ist eine mögliche Ursache für Haarausfall. Haarausfall ist dabei ein allgemeiner Begriff, während androgentische Alopezie ein spezifisches medizinisches Phänomen beschreibt.
Kann androgenetische Alopezie geheilt werden?
Sie gilt nicht als heilbar, kann aber behandelt und ästhetisch egalisiert werden.
Hilft eine Haartransplantation dauerhaft?
Ja, die transplantierten Haare sind nicht von der androgentischen Alopezie betroffen und wachsen dauerhaft eigenständig nach.
Sind Frauen genauso betroffen wie Männer?
Frauen sind statistisch seltener betroffen als Männer, aber immerhin 40 Prozent der Frauen sollen laut Erhebungen ebenfalls vom Haarausfall betroffen sein. Bei den Männern sind es etwa 80 bis 90 Prozent.
Wann sollte man mit der Behandlung beginnen?
Je früher Sie mit einer Behandlung beginnen, desto besser sind die Chancen, dass sie erfolgreich ist. Die Behandlungsmethoden können je nach Stadium angepasst werden.